Die Tour - Bitte aufklappen

Die 8 Etappen im Detail: Routenanalyse & Highlights

​Etappe 1: Lindau (Insel) → Oberstaufen

  • Profil: ca. 54 km | 880 hm bergauf | 470 hm bergab
  • Streckenverlauf & Geografie: Direkt nach dem Start am Lindauer Hafen verabschiedet sich der Radweg vom Bodensee und zieht unerbittlich an. Es geht durch das idyllische, schattige Leiblachtal hinauf ins Westallgäu. Diese Etappe gehört zu den härtesten der gesamten Tour, da die Beine noch kalt sind und der Anstieg auf das Allgäuer Hochplateau fast permanent spürbar ist. Viele Abschnitte verlaufen hier auf Schotter durch dichte Wälder.
  • Sehenswürdigkeiten: Lindauer Hafeneinfahrt mit Löwe und Leuchtturm, wildromantisches Leiblachtal, Aussichtspunkt „Paradies“ kurz vor Oberstaufen mit einem gigantischen Tiefblick zurück zum Bodensee.

​Etappe 2: Oberstaufen → Füssen

  • Profil: ca. 68 km | 750 hm bergauf | 850 hm bergab
  • Streckenverlauf & Geografie: Landschaftlich eine der abwechslungsreichsten Etappen. Von Oberstaufen rollt es zunächst hinab zum Großen Alpsee. Nach der Passage von Immenstadt folgt ein langes, welliges Teilstück durch das weite Tal der Iller und vorbei an den Ausläufern der Ammergauer Alpen. Je näher man dem Etappenziel Füssen kommt, desto spektakulärer schieben sich die felsigen Gipfel ins Blickfeld. Die Hügel sind langgezogen, aber flüssiger zu fahren als an Tag 1.
  • Sehenswürdigkeiten: Großer Alpsee (Immenstadt), historischer Kern von Immenstadt, der malerische Hopfensee und der weltberühmte Postkartenblick auf die Schlösser Hohenschwangau und Neuschwanstein bei der Einfahrt nach Füssen.

​Etappe 3: Füssen → Eschenlohe

  • Profil: ca. 60 km | 500 hm bergauf | 450 hm bergab
  • Streckenverlauf & Geografie: Sie verlassen den Königswinkel und tauchen tief in den sogenannten „Pfaffenwinkel“ ein – eine geschichtsträchtige Kulturlandschaft, die von sanften Hügeln, weiten Wiesen und barocken Kirchen geprägt ist. Die Route führt nordöstlich am Forggensee vorbei und quert welliges Terrain über Steingaden und Rottenbuch. Zum Ende der Etappe senkt sich der Weg sanft ins breite Tal der Loisach ab, wo es spürbar flacher wird.
  • Sehenswürdigkeiten: UNESCO-Weltkulturerbe Wieskirche (ein Meisterwerk des Rokoko), die imposante Klosterkirche in Rottenbuch, der Wildfluss Ammer und das Panorama des Estergebirges bei der Anfahrt auf Eschenlohe.

​Etappe 4: Eschenlohe → Bad Tölz

  • Profil: ca. 45 km | 350 hm bergauf | 380 hm bergab
  • Streckenverlauf & Geografie: Die „Erholungsetappe“ der Tour. Der Weg folgt weitgehend flachen oder nur sanft ansteigenden Pfaden durch das Loisachtal und die idyllischen Moorlandschaften am Nordrand der Alpen. Sie passieren den Kochelsee und radeln im Anschluss parallel zu den Bergen durch flaches Weideland, bis das Tal der Isar erreicht ist. Der Untergrund ist hier besonders fahrradfreundlich und weist kaum nennenswerte Steigungen auf.
  • Sehenswürdigkeiten: Das unberührte Loisach-Kochelsee-Moor, das monumentale, über 1250 Jahre alte Kloster Benediktbeuern am Fuße der Benediktenwand und die historische, farbenprächtige Marktstraße in Bad Tölz.

​Etappe 5: Bad Tölz → Schliersee

  • Profil: ca. 55 km | 500 hm bergauf | 450 hm bergab
  • Streckenverlauf & Geografie: Heute steht klassisches oberbayerisches „Seen-Hopping“ auf dem Programm. Von der Isarstadt Bad Tölz geht es zunächst über sanfte Hügel nach Gmund am Nordufer des Tegernsees. Nach einer kurzen Fahrt entlang des Sees wartet die fahrtechnische Herausforderung des Tages: Der steile, bewaldete Bergrücken hinüber zum Schliersee. Dieser Abschnitt verlangt noch einmal eine gute Kletterleistung auf Forstwegen, bevor eine rasante Abfahrt direkt an das Ufer des Schliersees führt.
  • Sehenswürdigkeiten: Panorama-Uferpromenade in Gmund am Tegernsee, der idyllische Schliersee mit der vorgelagerten Insel Walfisch und der ständige Blick auf den markanten Wendelstein.

​Etappe 6: Schliersee → Bernau am Chiemsee

  • Profil: ca. 62 km | 450 hm bergauf | 610 hm bergab
  • Streckenverlauf & Geografie: Die Route führt aus den engen Alpentälern heraus und öffnet sich weit in Richtung Chiemgau. Zunächst rollen Sie entspannt bergab in das breite Inntal. Bei Neubeuern wird der mächtige Inn überquert. Danach verändert sich die Geografie deutlich: Sie radeln durch das flachere, weitläufige Voralpenland südlich des Chiemsees. Zum Etappenende hin nähert sich der Radweg den Moorgebieten rund um den See, und das Gelände wird angenehm flach.
  • Sehenswürdigkeiten: Das historische Inntal-Dorf Neubeuern (prämiert als eines der schönsten Dörfer Deutschlands) mit seinem Schloss, die weiten Flussauen des Inns und die ersten Ausblicke auf das „Bayerische Meer“ (den Chiemsee) und die Kampenwand.

​Etappe 7: Bernau am Chiemsee → Bad Reichenhall

  • Profil: ca. 65 km | 650 hm bergauf | 600 hm bergab
  • Streckenverlauf & Geografie: Eine epische Etappe, die den Übergang in die Hochalpen markiert. Sie verlassen das Chiemsee-Becken und arbeiten sich durch das schattige, waldreiche Tal der Roten Traun langsam wieder nach oben. Über den bekannten Wintersportort Inzell führt der Weg hinauf auf ein Hochplateau, bevor eine spektakuläre, langgezogene Abfahrt in das tief eingeschnittene Saalachtal folgt. Hier ändert sich die Kulisse schlagartig von sanften Hügeln zu schroffen, senkrechten Kalkfelswänden.
  • Sehenswürdigkeiten: Das malerische Kloster Höglwörth auf einer Halbinsel im gleichnamigen See, die Eisschnelllauf-Metropole Inzell, die Alte Saline in Bad Reichenhall und das historische Gradierwerk im königlichen Kurgarten.

​Etappe 8: Bad Reichenhall → Schönau am Königssee

  • Profil: ca. 32 km | 450 hm bergauf | 250 hm bergab
  • Streckenverlauf & Geografie: Das furiose, kurze Finale. Direkt hinter Bad Reichenhall fordert der Radweg ein letztes Mal vollen Einsatz: Es gilt, den historischen Hallthurm-Pass zu bezwingen. Der Anstieg verläuft meist parallel zur Straße auf einem separaten Radweg. Oben angekommen, öffnet sich der weite Talkessel von Berchtesgaden. Nach einer entspannten Abfahrt in den Markt Berchtesgaden folgen Sie den letzten, sanft ansteigenden Kilometern entlang der Berchtesgadener Ache bis direkt an das spektakuläre Ufer des Königssees.
  • Sehenswürdigkeiten: Die historische Passhöhe Hallthurm, das majestätische Massiv des Watzmanns (Deutschlands zweithöchster Berg), der historische Kern des Marktes Berchtesgaden und der fjordartige, smaragdgrüne Königssee mit der Wallfahrtskirche St. Bartholomä.