Der Alpe Adria Radweg von Salzburg nach Grado


Tag 1

Der erste Tag beginnt im wunderschönen Salzburg mit seinen unzähligen kulturellen Höhepunkten. Von hier folgen wir der gemächlich fließenden Salzach stromaufwärts. Das Terrain ist quasi flach, der ideale Auftakt, um die Beine frei zu bekommen und sich einzurollen. Wir durchfahren die Bergwerksstadt Hallein und rollen nun durch eine grandiose hügelige "Voralpenlandschaft". Nach einem beeindruckendem Stopp am tosenden Gollinger Wasserfall geht´s über den Pass Lueg mitten hinein in die zauberhafte Bergwelt der Ostalpen. Vorbei an der kolossalen Burganlage Hohenwerfen erreichen wir Bischofshofen.


Tag 2

Der zweite Teilabschnitt beginnt in St. Johann und führt uns gleich zu Beginn in die spektakuläre Liechtensteinklamm, eine teilweise abenteuerlich enge Schlucht. Anschließend folgen wir dem Salzachtal auf einem traumhaft zu befahrenden Höhenweg bis zum Klammstein Tunnel. Hier geht es knapp 2 km durch den Berg hinein ins Gasteiner Tal. Begrüßt werden wir von der Burg Klammstein, die in 60 m Höhe über der Straße über jeden Neuankömmling im Tal seit Jahrhunderten wacht. Nach einigen km geht das zunächst enge Tal weiter auf und wir rollen, stetig leicht bergauf, über Dorfgastein und Bad Hofgastein zu unserem heutigen Tagesziel, nach Bad Gastein.


Tag 3 + 4

Der dritte und vierte Tag bringt uns "durch" den Alpenhauptkamm. Sprich wir starten in Bad Gastein und wechseln nach wenigen km für einige Minuten in den Zug von Böckstein nach Mallnitz, der uns durch den Tauerntunnel nach Kärnten bringt. Nun geht´s durch das wunderschöne Mölltal erstmal bergab. Vorbei an kleinen schmucken Örtchen, fantastischen Burganlagen und saftigen grünen Wiesen rollen wir, immer begleitet vom namensgebenden Wildfluss durch eine traumhafte Landschaft. Bei Möllbrücke endet dann die schnell fließende Möll, denn ihre Wassermassen ergießen sich in die behäbig dahingleitende Drau, der wir nun folgen. Eine gute Fahrstunde später erreichen wir Spittal an der Drau, wo wir das Flusstal verlassen und über einen kleinen Sattel zum heutigen Etappenziel. 


Tag 5

Den fünften Teilabschnitt starten wir am traumhaft gelegenen Villach. Dort geht es erstmal rund 15 km am der Nordseite des Sees entlang, bevor wir über einen schweißtreibenden Höhenzug wieder auf den klassischen Alpe Adria Radweg ins Drautal zurückkehren. Ab hier geht es südlich ins Gailtal hinein, wo wir dem tosenden Wildfluss stromaufwärts bis zur österreichisch-italienischen Grenze folgen. Nachdem wir Kärnten verlassen haben, geht´s noch ein paar km durchs hinreißende Friaul bis wir unseren heutigen Etappenort, Tarvisio, erreichen.


Tag 6

Der sechste Abschnitt startet in Tarvisio, noch inmitten der Ostalpen. Unser Tagesziel ist das geschichtsträchtige Venzone. Dieses schmucke kleine Örtchen trägt ein schweres Erbe, denn 1976 wurden bei zwei Erdbeben fast alle Gebäude zum Einsturz gebracht. In mühsamster Kleinstarbeit hat man jedoch den Ort wieder restauriert und aufgebaut, so dass er heute schöner denn je erstrahlt. Anschließend folgen wir dem sagenhaft türkisfarbenen Wasser des Wildflusses Tagliamento weiter Richtung Süden. Nach einigen Kilometern erreichen wir Osoppo mit seiner grandiosen alten Festungsanlage aus dem 14. Jahrhundert. Nach einer kurzen Besichtigung lassen wir die Berge hinter uns und fahren in die Ebene ein. 


Tag 7

Nach einem ausgiebigen Frühstück lassen wir schön langsam die Berge hinter uns und fahren an Tag 7 in die Ebene ein. Über wunderschön zu befahrende kleine Nebenstrecken, fast ohne jeglichen Verkehr, gelangen wir so zu unserem heutigen Tagesziel nach Udine.


Tag 8

Die letzten Kilometer von Udine zur Adria stehen heute auf dem Programm! Nach einem morgendlichen Spaziergang durch Udine verlassen wir die Stadt und finden uns schnell im landwirtschaftlich genutzten Friaul wieder. Über meist abgelegene kleine Wege geht´s bretteben Richtung Süden. Unser erstes Zwischenziel ist die von den Venezianern 1593 auf dem Reisbrett entworfene Festungsstadt Palmanova. Drei Stadttore und eine komplett umspannende kolossale dicke Verteidigungsanlage in Form eines Sterns sind die imposanten Merkmale dieses Stopps. Einen Cappuccino später sitzen wir wieder im Sattel und durchqueren Felder, Parkanlagen sowie so manches schmucke kleine Örtchen. Eine gute Fahrstunde später treffen wir in Aquileia ein. Die heutige 3000 Seelengemeinde war zur Römerzeit ein "zweites" Rom mit 30.000 Einwohnern. Heute lockt neben den römischen Ausgrabungsstätten, das im Fundament der mittelalterlichen Basilika entdeckte größte Bodenmosaik Italiens aus dem 3/4. Jahrhundert. Kurze Zeit später baut sich vor uns das Meer auf und wir strampeln die letzten 4 km über einen 1936 angelegten Damm nach Grado!